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Online-Partnerbörsen – Test, Teil 2

Aktualität: 23.10.2010 | Autor: | Kategorie(n): Liebe & Beziehung

Was erwarte ich von einem Test von Online-Partnerbörsen? Ja…das ist die große Frage! Ich weiß nicht, was Ihr erwartet: Aber ich würde mich freuen, wenn ich erfahre: Dieses Portal eignet sich dafür. Jenes Portal eignet sich dafür. Personen in dieser Altergruppe werden da fündig. Leute, die so etwas suchen, werden dort fündig.

Darüber schweigt sich öko-test (siehe auch öko-test testet Online-Partnerbörsen – Teil 1)  jedoch weitgehend aus und mahnt noch nicht einmal in ausreichendem Maße eindeutige (inhaltliche) Verfehlungen an.  

Es wird zwar z.B. darauf hingewiesen, dass man hier oder da schlüpfrige Portraits,  Profile etc. findet und das auch als fragwürdig erwähnt, Konsequenzen im Sinne des Testergebnisses haben die Betreiber der Marktplätze der Eitelkeiten jedoch kaum zu befürchten.

Meine persönliche Meinung dazu: Online-Partnerbörsen, in denen Damen oder Herren barbusig zu sehen sind oder Profile “Hengst 78” oder “Suche 69” heißen, könnt Ihr glatt vergessen! Es sei denn, Ihr sucht genau das. Die sollten dann aber nicht Single- und nicht Partnerbörsen oder-vermittlung heißen, sondern das Wort mit den drei Buchstaben im Titel führen. Dann ist das auch o.k..

Das interessiert öko-test aber nur beiläufig. Dabei fängt der Artikel (Test) durchaus vielversprechend an, denn es werden zwei – wie ich finde – sehr typische Beispiele erzählt, wie man im Internet einen Partner findet: Nämlich Erstens, in dem man überhaupt bereit ist, sich einzulassen und zweitens sich aktiv darum bemüht, jemanden kennenzulernen und Drittens via purem Zufall im weiteren Verlauf. So, wie im s.g. “richtigen Leben” auch.

Nichts nämlich ist anders, bei der Partnersuche im Internet, als sonst. Der einzige Unterschied nach meiner Erfahrung ist, dass man eine gewisse Gewähr dafür hat, auch wirklich auf ausgewiesene Singles zu treffen und die “Auswahl” in kurzer Zeit recht groß ist (allerdings auch endlich, aber dazu vielleicht später). Da muss ich sonst schon lange durch Supermärkte surfen und – vielleicht noch ein Unterschied – meine Hemmung überwinden, die Person meines Begehrens anzusprechen. Die ist dann vielleicht kein Single, hatte gerade Stress auf Arbeit, ist gerade mit den Gedanken wo ganz anders – 1000 Gründe, die mit mir nichts zu tun haben, aber ein Kennenlernen verhindern.

Das ist beim Online-Dating anders. Da kann ich wühlen und schauen, mich amüsieren und klicken, mir Personen merken und mich später kümmern, mir überlegen, wie ich das Objekt meiner Begierde anspreche, zu nachschlafender Zeit schreiben oder am helllichten Tage. Und dann kann ich relativ sicher sein, dass der Adressat meines Anliegens wenigstens dafür aufgeschlossen und bereit ist, sich mit mir auseinander zusetzen.

Es gibt auch Nachteile, auf die will ich hier aber nicht eingehen, auch, weil öko-test das nicht tut. Auf diesen Test will ich nämlich zurück kommen.

Nach dem vielversprechenden Beginn verliert sich öko-test im Nirvana – und schreibt das auch noch ganz offen:

“Wir wollten vor allem eines wissen: Sind die Portale gute Partner bei der Partnersuche?”

Ja! Das hätte mich auch interessiert! Aber statt dessen gleich der nächste Satz:

“Das Testergebnis: Die meisten Anbieter scheitern am Kleingedruckten.”

Autsch! Das tut weh! Der gute Partner bei der Partnersuche dokumentiert sich also im Kleinkarrierten… äh… sorry, im Kleingedruckten…

Weiter dann nächste Woche im 3. Teil unserer kleinen Serie zu Partnerbörsen im Internet!

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