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Vom E-Tuk-Tuk – erste Eindrücke von der Messe Clean Tech World

Aktualität: 21.09.2010 | Autor: | Kategorie(n): Moderne Technik

E-Tuk-Tuk auf der Clean Tech World in Berlin

E-Tuk-Tuk auf der Clean Tech World in Berlin

Was bitte ist ein Tuk Tuk? Gestern durfte ich mir auf der Messe Clean Tech World ein Bild machen von dem, was die deutsche Wirtschaft so unter “sauberer Technologie” versteht.

Das Beste vorweg: Es gibt ein paar “verrückte” und zum Teil überaus sympathische Enthusiasten, die sich wirklich Gedanken machen, wie unsere Welt bald aussehen könnte, welchen Beitrag sie leisten können auf unserem Weg in eine neue, immer stärker industriegeprägte Welt, unabhängig von Kohle, Stahl und Erdöl.

Es ist spannend und anregend, sich mit jenen Pionieren auszutauschen!

Doch man kommt nicht umhin festzustellen, dass die Großen der Wirtschaft, die, auf die es wirklich ankommt, entweder gar nicht dabei sind oder nur mit enttäuschenden Angeboten. Autos, die ohnehin prodziert werden, nur mit E- oder Wasserstoffantrieb. Solarzellen. Damit hat es sich. Auch die Ideen der Gesellschaft, also von uns allen, scheinen noch sehr begrenzt zu sein, die Phantasie und die Ideen zur Veränderung der Welt noch sehr eingeschränkt.

Ich kann und will das hier nur anreißen, auch weil wir noch ausführlicher darauf eingehen wollen.

Als Beispiel zurück zum Anfang – das (?)  Tuk Tuk – oder besser E-Tuk-Tuk: Das vor allem in Indien und anderen asiatischen Ländern verbreitete Taxi wird es hier bei uns schwer haben, eine wirklich fortschrittliche Anwendung zu finden. Hier fährt das Tuk Tuk, wie das “E” davor suggeriert, mit Elektromotor. Daran werden wir nicht vorbei kommen über kurz oder lang.

Schön wäre es, wenn knuffige Gefährt häufiger eingesetzt werden könnte, als nur in abgezäunten Bereichen, z.B. als (Besucher-) Transportmittel auf Messen oder in Parks. Toll wäre doch, wenn ich hier vorn bei mir auf der “Hauptstraße” schnell ins E-Tuk-Tuk steigen könnte, um mich zum S-Bahnhof oder nach Berlin-Mitte kutschieren zu lassen, wenn ich aus irgend einem Grund nicht mit dem Fahrrad fahren will. Unterwegs steigt noch jemand zu – oder auch mal jemand wieder aus, dessen Ziel auf dem Weg lag.

Davon hätten alle was! Ressourcenschonende Fortbewegung und weniger Abgase, als wenn ich selbst mit dem Auto fahren würde, flexibler -und damit moderner- als Bus oder Bahn. Es müssten nicht immer neue Straßen gebaut werden und diese selbst wären nicht so verstopft. Zudem würde der Straßenbelag nicht so strapaziert, folglich nicht so viele Reparaturen nötig. Das ließe sich gedanklich fortsetzen.

Doch, ich höre schon das Klagen der ewigen Bedenkenträger – zum Teil zu recht, wenn man nicht grundlegend etwas ändert. So ist z.B. ganz bestimmt das Crash-Verhalten des Tuk Tuks nicht vergleichbar mit dem moderner Automobil-Karosserien. Und ehrlich, ich möchte im Tuk Tuk sitzend nicht mit einem dieser riesigen Liefer-LKW’s kollidieren. Die Mitfahrer wären also bei Unfällen stärker gefährdet, als in der gelben Droschke z.B. aus Stuttgart.

Diese Gedanken setzen aber das Neue einfach in das Alte ein – und das funktioniert eben nicht!

Was haben LKW’s in unseren Innenstädten zu suchen? Ich wäre lange dafür, sie daraus zu verbannen! Warum müssen Autos mit 100 und mehr PS unsere Innenstädte verpesten und verstopfen? Die Reisegeschwindigkeit in Berlin hat sich seit der Zeit der Pferdedroschken durchschnittlich um nicht einen einzigen Kilometer pro Stunde erhöht! Also könnte man doch die Innenstädte für solche Konzepte, wie eben das Tuk Tuk frei halten, die dann in der Geschwindigkeit begrenzen – und schon gehen die Unfallzahlen zurück. Und wenn doch mal Tuk Tuk gegen Tuk Tuk prallt, hält sich die Zerstörung ohnehin in Grenzen.

Das aber nur als schneller Anfang einer Gedankenreihe…

Wer mehr erfahren möchte über die Clean Tech World, folgt dem Link.

Und auch das E-Tuk-Tuk hat eine Webseite, wenn gleich selbst noch nicht so besucherfreundlich, wie das Gefährt und die attraktive Standbetreuerin es erwarten ließ…

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